Stellungnahme einer betroffenen Mutter

Als Mutter eines jungen, behinderten Mannes möchte ich mich zu den geplanten Sparmaßnahmen der steirischen Landesregierung äußern und diese aufs Heftigste kritisieren:
Folgendes Zitat ist auf der Homepage(www.soziales.steiermark.at) des Zuständigen für Soziales der steirischen Landesregierung Siegfried Schrittwieser den 2. Landeshauptmann-Stellvertreter zu lesen:
„Der soziale Zusammenhalt einer Gesellschaft beruht nicht zuletzt auf einem ausgebauten und sicheren Sozialstaat mit Rechtsansprüchen für die Bürgerinnen und Bürger. Zeitgemäße Sozialpolitik schafft daher gesetzliche Ansprüche statt der Vergabe von Almosen“
Was sagt man dazu? Und wie darf man das nun verstehen? Angesichts der ungeheuren, menschenverachtenden Vorschläge, Leistungen im Sozial Bereich auf ein Maß zu kürzen, dass in Zukunft die Versorgung und Pflege und die Sicherheit tausender Menschen mit Behinderung, gefährdet sein wird. Ist dieses Statement nun eine Lüge? Kann ja gar nicht anders sein.
Es steht ja die gesamte steierische Landesregierung die bis auf wenige Ausnahmen(KPÖ und GRÜNE) geschlossen hinter diesen Sparmaßnahmen. Wie können sich diese von uns gewählten VolksvertreterInnen noch in den Spiegel schauen ohne vor Scham zu vergehen?
Sich im Rathaus hinter Schreibtischen zu verschanzen ohne den betroffenen Rede und Antwort zu stehen ist feige und daher fordere Ich alle Mitglieder der Landesregierung auf, auch nur einen einzigen Tag die Pflege und Betreuung schwerstbehinderter Menschen persönlich zu erbringen, damit sie einen Eindruck gewinnen was Eltern und Pflegedienste überhaupt leisten, 365 Tage im Jahr.
Ebenso fordere ich die Landesregierung auf diese geplanten Sparmaßnahmen nicht auf den Rücken derer zu laden die sich nur über Dritte wehren können, sondern dort zu sparen wo niemand zu Schaden kommt, am besten fangen sie bei sich selbst an!

W.T., 8051 Graz