Aktionen Archive

0

Filmabend 28.3.2012

0

PlattforUm_25 Konferenz von 30.3.-1.4.2012 im Forum Stadtpark

PlattforUm_25 – Es reicht! Für alle!

Konferenz der Plattform 25 vom 30.03. – 01.04.2012 im Forum Stadtpark

Als die steirische Landesregierung vor einem Jahr ihr massives Kürzungsprogramm ankündigte, gelang es der Plattform 25 in kürzester Zeit einen breiten Protest dagegen zu mobilisieren, der in der größten Demo seit Jahrzehnten seinen vorläufigen Höhepunkt fand. Das Ziel, die Kürzungen zu verhindern, konnte allerdings nicht erreicht werden. Entstanden ist aber eine Solidarität zwischen Gruppen und Menschen, in der die „Kraft der Vielen“ spürbar wurde, und in der die Ahnung einer anderen, einer neuen Welt aufleuchtet, einer Welt in der wir gleichberechtigt leben und selbstbestimmt handeln können. Damit diese Kraft wirksam werden kann, braucht es Austausch über die unterschiedlichen Lebenssituationen, in denen wir stehen und die unseren Handlungsspielraum beschränken, damit die Solidarität wachsen kann.

 

Nach einem Jahr ist aber auch eine Bestandsaufnahme angebracht: wo stehen wir? Wie schaffen wir es, den langen Atem zu haben, den wir brauchen, um unsere Ziele zu erreichen? Welche Aktionsformen haben sich als zielführend erwiesen, welche sollten versucht werden? Wie schaffen wir es, weitere AktivistInnen zu gewinnen, welche BündnispartnerInnen bieten sich an? Wie können wir uns besser vernetzen?

Die Tagung soll Raum bieten für einen Austausch zu diesen Fragen – für die Plattformmitglieder untereinander, die in unterschiedlicher Weise betroffen sind und mit Menschen aus anderen Bereichen, anderen Ländern und Städten – um einander besser zu verstehen, voneinander zu lernen und Zukunftsperspektiven zu entwickeln:

Wie können wir von einer spontanen Protestbewegung gegen einen konkreten Anlass zu einer beständigen BürgerInnenbewegung FÜR diese neue Welt werden? Eine Welt in der es

  • mehr Gleichheit
  • mehr soziale Gerechtigkeit
  • mehr Mittel (plus 25 %) für die Bereiche Soziales, Kultur, Bildung, Frauen und Gesundheit
  • ein höherer Stellenwert und mehr Wertschätzung für diese Bereiche in der Gesellschaft gibt.

Kurzfassung Programm

Freitag, 30.3.2012, 18:00 Uhr:

Eröffnungsvortrag von Martin Schenk: Genug gespart!

Podiumsdiskussion: Krise und Widerstand in Europa mit Fotini Tsaglioti (GRE), Anita Rzepka (POL), Leo Kühberger (AUT)

anschließend Publikumsdiskussion: Die Auswirkungen der Kürzungen in der Steiermark

Moderation für beide Diskussionen: Brigitte Kratzwald

anschließend: Meet & Greet im Saloon

Samstag, 31.3.2012

09:30-19:00 Uhr: Workshops und Open Spaces mit regionalen und internationalen Gästen, Details siehe www.plattform25.at und forum.mur.at

ab 20:00 Uhr: Filmabend, anschließend „Sandala Orkestar“

“Zwei Tage im April – Wir empören uns!” (30min)

“Take the square – Die Poesie ist auf der Straße” (8min)

 

Sonntag, 01.04.2012, 10:00-14:00 Uhr:

Brunch mit anschließendem Plenum (Moderation: Leo Kühberger)

Das genaue Programm der Konferenz hier:
http://forum.mur.at/media/pdf/120322_01tabelle_plattform25.pdf

 

Dokumentation:

Sendungen zur PlattforUm_25 Konferenz:

Sendungsarchiv (CBA) der Freien Radios unter der Reihe "Plattform 25",
http://cba.fro.at/series/1193

http://cba.fro.at/seriesrss/1193
Drei Sendungen sind entstanden:
1) Martin Schenk: Es reicht - für Alle!
2) Krisen und Widerstand in Europa.
3) Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich: Die Auswirkungen.
1

Flyer für die Demo am 23.3.12

2

Demonstration am 23.3.2012

Demonstration gegen den Sozialabbau in Land und Bund

Es reicht! Für alle. Fair teilen statt kürzen.

Freitag, 23.03.2012, 15.00 Uhr

Treffpunkt: Mariahilferplatz

Route: Mariahilferplatz – Südtiroler Platz – Hauptbrücke – Hauptplatz – Herrengasse

Abschlusskundgebung vor dem Landhaus

 

Die Budgetkürzungen der Landesregierung sind der massivste Anschlag auf soziale Standards und Lebensqualität, den die steirische Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Breite Bevölkerungsschichten sind betroffen:

  • Die drastischen Einschnitte bei Leistungen für Menschen mit Behinderung und für Kinder und Jugendliche verletzen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und die UN-Kinderrechtskonvention.
  • Im Sozialbereich verloren hunderte Beschäftigte ihre Jobs und verschärften sich die Arbeitsbedingungen dramatisch.
  • Regress bei Pflege und Mindestsicherung, sowie die Verschlechterungen bei Mindestsicherung und Wohnbeihilfe treffen Menschen, die die Hilfe der Gesellschaft am notwendigsten brauchen.
  • Kulturschaffende verlieren nicht nur Förderungen, sondern mit der Kulturabteilung und dem Kulturbeirat auch ihre AnsprechpartnerInnen im Land.
  • Nicht einmal vor Kindern macht der Rotstift halt: Die Kindergartengebühr wurde wieder eingeführt, Schulen werden geschlossen.
  • Frauen sind mehrfach durch Kürzungen betroffen und belastet: als Mütter oder Angehörige von Pflegebedürftigen, als Beschäftigte im weiblich dominierten Sozialbereich oder als Bezieherinnen von Mindestsicherung – denn auch die Armut ist mehrheitlich weiblich.

Eine dramatische Zuspitzung bringt das Kürzungspaket auf Bundesebene: Da die Länder 5,2 Milliarden Euro dazu beitragen sollen, ist in der Steiermark mit einer nochmaligen Verschärfung des brutalen Kahlschlagkurses zu rechnen. Die Einschnitte im Bundesbudget treffen  wieder einmal breite Bevölkerungsschichten, während die Vermögen und Erbschaften der Superreichen ungeschoren (und unbesteuert) davonkommen. Der Sozialstaat ist angeblich zu teuer, für die milliardenschwere Abdeckung der Spekulationsverluste der Banken gibt es aber genug Geld!

Die Kürzungspakete von Land und Bund werden unter Missachtung elementarer parlamentarischer Spielregeln beschlossen, das  „Prinzip Drüberfahren“ wird zur obersten Maxime erhoben. 

DIESE SCHEIBCHENWEISE DEMONTAGE DES SOZIALSTAATES UND DER DEMOKRATIE DÜRFEN WIR NICHT ZULASSEN!

DIE PLATTFORM 25 FORDERT DAHER:

  • Wir fordern plus 25 % für Kultur, Soziales, Frauen,  Bildung UND GESUNDHEIT! Die Finanzierung dieser Bereiche muss ebenso selbstverständlich sein wie die Aufrechterhaltung von Infrastruktur wie Wasser- und Energieversorgung.

  • Wir fordern wirksame Sofortmaßnahmen zur Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention und der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen, sowie zur Armutsbekämpfung!

  • Wir fordern Vermögenssteuern statt Sozialabbau zur Sanierung der öffentlichen Haushalte!

  • Wir fordern öffentliche Mittel, um die tatsächliche Gleichstellung  von Frauen und Männern herzustellen!
0

Denkmalenthüllung 16.3.2012

Ein Denkmal für die rot-schwarze Reformpartnerschaft!

Wir laden zur feierlichen Denkmalenthüllung

Freitag, 16.3.2012 11:30 – 12:30

Am Eisernen Tor (Ecke Opernring, Herrengasse) in Graz

 

0

Filmabend 19.1.2012, 18:00, Schubertkino – sehenswert!

„Zwei Tage im April – Wir empören uns!“

Der Filmemacher Heinz Trenczak hat zwei Aktionen der Plattform 25 dokumentarisch festgehalten.
„Zwei Tage im April“ zeigt die Demonstration am 11. April sowie die – auch vom ÖGB mitgetragene – große Kundgebung am 26. April 2011 im Zentrum von Graz.
Beide Veranstaltungen der Plattform 25, eines Zusammenschlusses von rund 580 Initiativen aus dem Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich, setzen machtvolle Zeichen des Protests gegen den unsozialen Kahlschlag im Budget des Landes Steiermark sowie für eine gerechte und transparente Vergabe der (volkseigenen) Geldmittel.

Österreich 2011, Video Farbe, 30 Minuten
Kamera: Heinz Trenczak, Schnitt: Andrea Schabernack, Produktion: Vis-à-vis Film
Drehzeit: 11. und 26. April 2011;
Uraufführung: 19.01.2012 Schubertkino Graz
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Trenczak

„murtreiben“

Wer hat sich schon einmal in die Mur gewagt? Für manche Grazerinnen und Grazer ist das nicht ungewöhnlich.
In dem Dokumentarfilm “murtreiben” schildern sie ihre Begegnungen mit und ihre Erfahrungen auf dem Fluss aus sehr persönlichen Perspektiven.  Zu sehen gibt es wagemutige Surfer, geduldige Angler, einen Murpiraten im kleinen roten Gummiboot sowie weitere Menschen, denen die Mur lieb geworden ist.
Wer “Graz” sagt, muss also auch “murtreiben” sagen. Oder sehen und hören.

Mit: Stefan Schmid, Bernhard Wolf, Elmar Gubisch, Tatjana Koschutnig, Erwin Reisinger, Reini Urban, Dr. Steven Weiss u. v. a.
Österreich 2011, HDV Farbe, 75 Minuten
Regie: Bernhard Lukas, Produktion: Verein Murfilm
Drehzeit: März bis November 2010
Gefördert von Cinestyria Filmkunst und Stadt Graz
www.murtreiben.at ~ www.facebook.com/murtreiben

0

Diese Regierung verletzt Menschenrechte!

Aufruf zum Tag der Menschenrechte, 10.12.2011:

STOPPEN WIR DIE MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN DER STEIRISCHEN LANDESREGIERUNG!
Menschenrechtsverletzungen gibt es nicht nur finsteren Diktaturen, auch Voves, Schützenhöfer und Co.
verletzen die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen und von Menschen mit Behinderungen!

Wie die Stellungnahmen des Menschenrechtsbeirates der Stadt Graz und der Kinder- und Jugendanwaltschaft
Steiermark zeigen, verstoßen die Budgetkürzungen der Steirischen Landesregierung im Sozialbereich gleich
in mehreren Punkten gegen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und gegen
den § 2 der UN-Kinderrechtskonvention:

 

 

 

 

 

 

 

Die Kürzungen von Assistenzleistungen und die Verschlechterung der Betreuungsschlüssel gefährden die laut § 3 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen garantierte „volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft“ sowie die „Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen“.
Die Streichung der Entwicklungsförderung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung widerspricht den vom Gedanken der Chancengleichheit getragenen Grundprinzipien der UN-Konvention und im Besonderen dem in § 24 (d, e) verankerten Recht auf Unterstützung im Bildungssystem.
Die Kürzungen von mobilen Assistenzleistungen stellen die in § 19 (a) verankerte freie Wahl der Wohnform und des Aufenthaltsorts in Frage – Menschen mit Behinderung könnten dadurch zum Umzug aus ihrer eigenen Wohnung in ein Heim gezwungen sein.
Kürzungen bei persönlichen Assistenzleistungen gefährden die Chancen von Menschen mit Behinderung auf Absolvierung einer Ausbildung und auf Zugang zum Arbeitsmarkt (§ 27).
Da die Freizeitassistenz reduziert, bzw. bei vollzeitbetreuten Menschen mit Behinderung überhaupt gestrichen wurde, wird die im § 30 garantierte „Teilhabe am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport“ in Frage gestellt.
Ein „angemessener Lebensstandard“ und eine „stetige Verbesserung der Lebensbedingungen“ für Menschen mit Behinderung und ihre Familien (§ 28) erscheint unter diesen Bedingungen als kaum möglich.
Die Streichung der Sozial- und Lernbetreuung, sowie der Entwicklungsförderung widerspricht dem in § 2 der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Diskriminierungsverbot, wonach alle geeigneten Maßnahmen zum
Schutz vor Diskrimierung zu treffen sind – die Streichung betrifft vielfach Kinder und Jugendliche, die bereits
durch ihren sozialen Hintergrund benachteiligt sind.

DIESE POLITIK MUSS EIN ENDE HABEN!

 

 

 

 

 

 

DIE FORDERUNGEN DER PLATTFORM 25:
Die angesprochenen Verletzungen der Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen und von Menschen mit Behinderungen sind aber nur die Spitze eines Eisbergs:
Die brutalen Budgetkürzungen der Landesregierung bringen darüber hinaus drastische Einschnitte in den Lebensstandard und die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen, BezieherInnen von Wohnbeihilfe und Mindestsicherung ,  Kindergartenkindern und ihren Familien, von Kultur schaffenden und ArbeitnehmerInnen im Sozialbereich, sowie bei Bildungs- und  Kultureinrichtungen und im Gesundheitssystem – breite Bevölkerungsschichten sind betroffen, Frauen oft mehrfach.
Insgesamt erleben wir den massivsten Anschlag auf soziale Standards und Lebensqualität, den die Steiermark in den letzten  Jahrzehnten gesehen hat.
Stopp für Menschenrechtsverletzungen:
Wir fordern wirksame Sofortmaßnahmen zur Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention und der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung!
Wir fordern die Rücknahme der Budgetkürzungen in den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung und Frauen!
WIR FORDERN PLUS 25 % FÜR KULTUR, SOZIALES, FRAUEN UND BILDUNG!

Die Finanzierung dieser Bereiche muss ebenso selbstverständlich sein wie die Aufrechterhaltung von Infrastruktur wie Wasser- und Energieversorgung.
Finanziert werden unsere Forderungen durch einen Verzicht auf teure Eventpolitik und millionenschwere externe  Beratungsleistungen, sowie durch die Einführung einer Glückspielabgabe, Schotterabgabe, Nahverkehrsabgabe,  Flächenversiegelungsabgabe, weiters auf österreichischer Ebene durch Einführung, bzw. Erhöhung vermögensbezogener Steuern, Steuern auf Aktiengewinne, eine Umwidmungssteuer und eine Finanztransaktionssteuer.

Wenn Sie unsere Forderungen unterstützen wollen, laden Sie diesen Text von unserer Homepage und schicken Sie ihn per E-Mail an: franz.voves@stmk.gv.at und hermann.schuetzenhoefer@stmk.gv.at

Es reicht! Für alle. Fair teilen statt kürzen.

1

Kuschelige Keplerbrücke

Vom 15. Oktober bis 15. November 2011 ist das Geländer der Keplerbrücke in Graz (teilweise) eingestrickt.

Als Statement
- Gegen die konkreten Kürzungen im Sozialbereich durch die Steirischen Landesregierung und das Einläuten von Dauersparpaketen als zukünftig drohende Reaktionsweise von Staatlichkeit.
- Für die Möglichkeit zur umfassenden gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen
- Gegen gesellschaftliche Strukturen, die Frauen wieder die alleinige Verantwortung für die Versorgungsarbeit (gratis oder zu schlechten Arbeitsbedingungen) zuschieben und gegen die ideologische Definierung von Bedarf an Unterstützung als Privatsache.

Die Keplerbrücke verbindet das linke und das rechte Murufer, die vielfältige, multikulturelle und proletarische Stadthälfte einerseits mit der anderen, wo die Organe der Staatlichkeit, das Geld und das Bürgertum zu Hause sind.
Eine Brücke über die Mur – Wasser fließt von oben nach unten. So sollten auch die Güter und Dienstleistungen verteilt werden, anstatt einer auf Ausbeutung beruhenden Gesellschaft, die die Reichen immer reicher macht.
Harte und kalte Metallstäbe mit bunten gestrickten Bandagen umwickelt:
- Für soziale Wärme: Sicherheit und Geborgenheit entsteht durch Solidarität, nicht durch das Schüren von Konkurrenz und Feindbildern im Innen und Außen, die von einem Wohlfahrtsstaat weg letztlich zu einem militaristischen Sicherheits- und Kontrollstaat führen.
- Zur Sichtbarmachung, daß Sparpakete hauptsächlich Frauen treffen: Erziehungs- und Betreuungsarbeit wird wieder in die hauptsächliche Zuständigkeit des privaten, familiären Bereichs definiert. Prekäre Arbeitsbedingungen, niedrige Einkommen und noch niedrigere Pensionen, Einsparungen im Sozialbereich bedeuten den Abbau von Frauenarbeitsplätzen, während Hürden zu traditionell männlichen Arbeitsfeldern bestehen bleiben, Frauen sind wieder einmal die Reservearmee von Dazuverdienenden, die sich allen Konjunkturaggregatzuständen anpassen sollen.
- Als Protest dagegen, daß Frauen immer von patriarchalen Strukturen angerichtete Schäden abfedern, auffangen, reparieren, „bandagieren“ sollen.
- Das Private ist das Politische – Strickzeug in den öffentlichen Raum!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leni Kastl, Oktober 2011

4

Tag der Empörung 15.10.2011

Empört Euch!

In immer mehr Ländern Europas ist die Antwort der Regierungen auf die Finanzkrise, die sich in eine Schuldenkrise entwickelt hat: sparen, sparen und nochmals sparen – bei Löhnen, Pensionen, sozialen Dienstleistungen, in der Kultur, im Sozialbereich, in der Behindertenhilfe, bei der Bildung, in der Pflege und in der Gesundheitsversorgung. Alternative Antworten, wie z.B. höhere Steuern auf Vermögen und Kapitaleinkommen oder ein Ende des EU-weiten Steuerwettbewerbs bei Unternehmenssteuern werden nicht oder nur halbherzig diskutiert.

Auch in Österreich ist das nicht anders.

Eine Steuer auf das Vermögen der 10% reichsten Menschen in Österreich, die mehr als 700 Mrd. Euro besitzen, liegt noch immer in weiter Ferne. Inspiriert vom arabischen Frühling protestieren seit Monaten immer mehr Menschen in immer mehr Ländern gegen diese Politik und beginnen sich selbst zu organisieren. 

Am 15. Oktober findet ein internationaler Aktionstag gegen diese Politik statt, an dem sich auch die Plattform 25 beteiligt.

Unser Programm für den 15.10.:

10:00 Ankommen und Aufwärmen im Spektral, Lendkai 45

12:00 – 18.00 Uhr: Aktionen rund um Mariahilferplatz und in der Innenstadt

Ab 12:00 Protestfrühstück am Südtirolerplatz  (IG Kultur und das andere Theater)

Ab 12:00 „Kuschelige Keplerbrücke“ für soziale Wärme – die Keplerbrücke wird eingestrickt: Leni Kastl, die Kampfstrickerin, mit musikalischer Begleitung von H.C. Roth ab 15.00 Uhr

Ab 12:00 „Sozial steuern, Löhne entlasten. Vermögen besteuern“. Mobile Aktion des GLB

13:00 – 14:30 „Ausfegen“ – mobile Installation einer Aneignung von Joseph Beuys: Kultur in Graz

Ab 13:00 „Vermögenssteueruhr“ – mobile Aktion von attac

Protestlesung der IG Kultur: 14.00 Uhr Eisernes Tor, 14.30 Uhr Hauptplatz, 15.00 Uhr Mursteg

„Hau den Nagel – verkünde den Protest“ – mobile Aktion von Gernot Tutner

„Tonleitern unter der Hauptbrücke – wir brauchen Platz“ von Eva Ursprung, 13.30 bis 14.00 Uhr und 14.30 – 15.00 Uhr

15:30 Ventosul auf der Hauptbrücke

„Bail out Couches“ Kopflosigkeit, Konkurs, Konfrontation – mobile Aktion von Spektral: Wir tragen unsere Sofas auf die Straße und setzen uns mit Zuständen der Empörung und Verstörung innerhalb unserer Gesellschaft auseinander. Ein spektrales Experiment, um die Debatten aus dem Wohnzimmer und dem Internet wieder in den öffentlichen Raum zu befördern.

„wir brauchen Platz: raumdurchhalten“ – mobile Installation/Performance von Alexandra Gschiel

Empörungsurne des Frauenrats: Wo Frauen ihren Protest deponieren können! (Keplerbrücke und Mariahilferplatz)

Installation „Stein des Anstoßes“ von Schaumbad (Martin Gansberger, Thomas Ehgartner, Alte/Neue Galerie, Kombüse nähe Künstlerhaus)

15:00 – 16:30 “Dancerevolution” vom Hauptbahnhof, über Annenstraße, Roseggerhaus, Volksgartenstraße, Lendplatz, Mariahilferstraße zum Mariahilferplatz – nimm deine Musik+Kopfhörer mit und tanze durch die Stadt!

„Rettet die Kunst“ – Installation von Eva Ursprung Nähe Mariahilferplatz

Ab 17:00 Straßentheater „Die MillionärInnen“ von attac und Bagger in da Mur, Nähe Mariahilferplatz

Aktionen von „Rettet die Mur“ an der Murpromenade

 

13.00 bis 16.00 Uhr: Aktionswerkstatt im Spektral
mit der Diskussion „Woher kommt das Geld, woher kommen die Schulden?“ (attac, ARGE Geld), Videos (u.a. von  Heinz Trenczak und vom Theater im Bahnhof), Musik, Transparente gestalten, warmes Essen gekocht von Die Pastinaken

16.00 bis 19.30 Uhr: Abschlusskundgebung der anderen Art am Mariahilferplatz:

16.00 bis 18.30: abwechselnd kurze Reden und Musik von Origo, Die Schrägschrauben, Calim, Heartworker, Ventosul, Massala Brass, Oliver Podesser, Wir sind da Orc hester, thereissomethingtobelearned
Moderation: Elisabeth Holzmeister und Eva Hofer (Theater im Bahnhof)

18.30 Ansprache von Stephane Hessel „Empört Euch!“

18.45 bis 19.30: Musik

Gleichzeitig:

Installation “Globale Vermögenskurve XXL”  von attac

Bild-Text-Collage “Vermögensschick sale” von attac

„News from Global Action Day“ – Video Livestreams aus aller Welt von attac

Videoausschnitte von Heinz Trenczak „Wir empören uns!“

Kampfstrickecke mit der Kampfstrickerin Leni Kastl

Infotische

Warmes Essen von Die Pastinaken

Aktion „Gegen das Ausbrennen von Menschen, Umwelt und Sozialstaat!“ von der AUGE

Radio Helsinki berichtet live!

Kommt zahlreich und macht Eurer Empörung Luft!

Es reicht für alle! Fair teilen statt kürzen!


Weitere Aktionen im deutschsprachigen Raum (inklusive Graz, Mariahilferplatz :) ) hier:
http://www.youtube.com/watch?v=QasUltyYmHo

 

 

 

0

Einladung zur Buchpräsentation “Angekommen: Krise & Proteste in der Steiermark”"

Angekommen: Krise & Proteste in der Steiermark
Buchpräsentation
Mit Leo Kühberger / Samuel Stuhlpfarrer (Hg.)
Längst schon hat der Kampf um die Verteilung der Krisenlasten Europa erreicht. Von Athen bis Madrid richten sich die Proteste der Unterklassen gegen die Austeritätsdiktatur von EU und IWF, die Ungleichverteilung gesellschaftlichen Reichtums und die «demokratische» Verfasstheit unserer Gesellschaften.

Und Österreich? Auch hierzulande sind Krise und Proteste angekommen. In der Steiermark sollte sich dies in den Haushaltsplänen der Landesregierung und dem dagegen einsetzenden Widerstand ausdrücken.

Die in diesem Band versammelten Beiträge, Interviews und Stellungnahmen dokumentieren die Geschichte dieses Protests. Sie verorten Sparlogik und Widerstand global und ökonomisch. Und sie zeigen Handlungsmöglichkeiten auf; Spielräume im politischen Prozess, die da und dort innerhalb des Systems, letztlich jedoch nur in dessen Überwindung erfolgreich sein können.

Im Gespräch mit Colette M. Schmidt (Der Standard) stellen die Herausgeber Leo Kühberger und Samuel Stuhlpfarrer den eben erst erschienenen Sammelband vor.

Termine
4. Oktober 2011, 19:00 – 21:00 Uhr
Im Forum Stadtpark, Stadtpark 1, Graz

 

Angekommen: Krise & Proteste in der Steiermark
Forum Stadtpark Verlag / Graz / 2011
ISBN: 978-3-901109-33-1
96 Seiten
Euro 9.-
Ab Oktober im gut sortierten Buchhandel und via overlag@forumstadtpark.at erhältlich